Treffen/Vernetzung/Organisation am Sonntag, 13. März 2016, Pfarrheim Kirchstein

Am kommenden Sonntag , den 13. März um 19.30 Uhr findet das nächste Treffen von Attac Rupertiwinkel

im Pfarrheim in Kirchstein statt.

Wie immer sind Interessierte in der offenen Gruppe herzlich willkommen.

Auf der Tagesordnung stehen aktuelle Themen, sowie die weitere Vorbereitung des Filmabends am 20. März in Roth bei Kirchstein.

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Wer rettet wen? Filmabend in Kirchstein

„Wer rettet wen?“, Dokumentarfilm am Sonntag, 29.03.2015, 19.30 Uhr in der Alten Schule in Kirchstein – Eintritt frei.

Seit fünf Jahren werden Banken und Länder gerettet. Politiker schaffen immer neue Rettungsfonds, während mitten in Europa Menschen wieder für Hungerlöhne arbeiten. Der Film „Wer Rettet Wen” zeigt, wer dabei wirklich gerettet wird: Nie ging es um die Rettung der Griechen, Spanier oder Portugiesen. Stets geht es nur um das Wohl der Hauptverdiener an diesen Krisen: den Banken. Uns Steuerzahlern hingegen werden milliardenschwere Risiken zugemutet! Für große Banken ist die Finanzkrise dagegen ein Geschäftsmodell, das auf Kosten von Demokratie und sozialer Sicherheit betrieben wird.

Attac Rupertiwinkel zeigt den Film von Leslie Franke und Herdolor Lorenz am Sonntag, 29. März um 19.30 Uhr in der Alten Schule in Kirchstein. Anschließend Gespräch und Diskussion. Der Eintritt ist frei.

Bericht vom Filmabend in Weibhausen – Die Zukunft pflanzen

Die Zukunft pflanzen – Bio für 9 Milliarden

Weibhausen. Es geht also doch: Ohne Kunstdünger und ohne Pestizide und erst recht ohne Gentechnik Die Gruppe Attac-Rupertiwinkel zeigte am Sonntag, 23. Nov. 2014, um 19.30 Uhr in der Gaststätte Alpenblick in Weibhausen den Dokumentarfilm “Die Zukunft pflanzen – Bio für neun Milliarden” von Marie-Monique Robin. Anschließend gab es einen Meinungsaustausch. Den freien Eintritt haben ca. 50 Besucher wahrgenommen. Die Frage im gezeigten Dokumentarfilm war: Stößt die jetzige Landwirtschaft, basierend auf Kunstdünger und Pestizideinsatz an Grenzen, wenn es darum geht, eine Weltbevölkerung von 9 Milliarden zu ernähren und gleichzeitig die Umwelt zu erhalten? Trotz allen wissenschaftlichen Fortschritts und einer vorherrschenden intensiven und industrialisierten Landwirtschaft ist es bis heute nicht gelungen, den Hunger auf der Welt zu besiegen. Noch immer leidet ein Sechstel der Erdbevölkerung darunter. Dabei wäre Nahrung für alle da, meint die Filmemacherin Marie-Monique Robin. Anhand von Beispielen aus Mexiko, Japan, Malawi, Kenia, Senegal, den USA und mehreren europäischen Ländern veranschaulicht Robin, dass radikales Umdenken gefordert ist und dass die Lebensmittelkette anders verwaltet und organisiert werden muss – und kann, um dem Hunger in der Welt Abhilfe zu schaffen. Voraussetzung dafür ist allerdings auch, dass den Bauern – und nicht nur den Großproduzenten unter ihnen – wieder eine Schlüsselrolle in der für die Zukunft der Menschheit unabdingbaren Entwicklung zugebilligt wird. In der anschließend sehr sachlich und lebhaft geführten Diskussion wurde darauf hingewiesen, dass die letzte Woche beendete zweite FAO-Konferenz der UNO deutlich gemacht hat, dass den kleinbäuerlichen ökologischen Betrieben die Zukunft gehört. Ein Teilnehmer prangerte den Machtmissbrauch von politischen Eliten in den Ländern des Südens und die massive Korruption dort und im internationalen Gefüge an. Auch wurde darauf hingewiesen, dass die im Film gezeigten Beispiele deutlich machten, wie große Freihandelszonen , so das geplante TTIP, CETA und EPA (zwischen Europa und Afrika) nur dem Gewinn der Großkonzerne dienen und dem Weg zu einer gerechten und auf Ausgleich bedachten Weltwirtschaft und somit einer friedlichen Zukunft in keiner Weise dienen. Als negatives Beispiel diene das NAFTA-Abkommen zwischen USA, Kanada und Mexiko, das zu massiven Verwerfungen in den USA und vor allem bei den mexikanischen Bauern geführt habe. Der Gier der mächtigen Großkonzerne sei ein Schutz-Protektionismus von kleinen Einheiten entgegenzusetzen, wolle man die Schere zwischen Armen und Reichen nicht weiter aufreißen, wurde angemahnt. Betont wurde die ökologisch-positive Erkenntnis, den Fleischkonsum zu reduzieren, sowie die Bedeutung der Verbraucher, die mit ihrem Kaufverhalten mit entscheiden würden, welche Lebensmittel produziert werden. Zustimmung fand auch der Vorschlag, häusliche Gärten für den Gemüse- und Obstanbau zu nutzen. Und nicht zuletzt wurde dazu ermuntert, das Modellprojekt der Ökoregion um den Waginger See, als große Chance zu betrachten: Einerseits für den Erhalt der bäuerlichen Betriebe und zum Entstehen eines regionalen Wirtschaftskreislaufes und andererseits für die Verbraucher mit hervorragenden Lebensmitteln und Dienstleistungen aus der heimischen Region.

Jeder habe die Möglichkeit, durch sein persönliches Verhalten zum Gelingen dieses Vorhabens beizutragen. Der zum Nachdenken anregende Abend wurde beendet mit einem Zitat von Albert Einstein. Ein menschliches Wesen ist ein Teil des Ganzen, das wir Universum nennen, ein in Zeit und Raum begrenzter Teil. Es erfährt sich selbst, seine Gedanken und Gefühle, als etwas vom Übrigen Getrenntes, eine Art optische Täuschung seines Bewusstseins. Diese Täuschung ist für uns eine Art Gefängnis, das uns auf unsere persönlichen Bedürfnisse und die Zuneigung zu einigen uns nahe stehenden Personen einschränkt. Es muss unsere Aufgabe sein, uns aus diesem Gefängnis zu befreien, indem wir den Kreis unseres Seins, unseres Mitgefühls ausweiten, sodass es alle lebenden Geschöpfe und die gesamte Natur in ihrer Schönheit umfasst. Im Internet kann man sich den eindrucksvollen Film ansehen.

Attac-Filmabende im November 2014 – TTIP und Landwirtschaft

1.

Wie USA und EU das Freihandelsabkommen planen – „Gefährliche Geheimnisse“

Rothanschöring. Attac-Rupertiwinkel zeigt am Sonntag, 16.Nov.2014 um 20 Uhr beim Rothlerwirt in Rothanschöring den Dokumentarfilm: “ Gefährliche Geheimnisse – wie USA und EU das Freihandelsabkommen planen.“ In den Film führt Margot Rieger von der Initiative Stopp TTIP BGL / TS ein. Es schließt sich eine Diskussion an. Auch liegen Unterschriftenlisten auf. Der Eintritt ist frei.

In diesen Wochen verhandeln die USA und die EU weiter hinter verschlossenen Türen über ein transatlantisches Freihandelsabkommen, das 2015 in Kraft treten soll. Die Geheimverhandlungen bedrohen massiv die Rechte der Bürger in Europa. Das geplante Regelwerk ist in erster Linie ein Angriff auf den Verbraucherschutz auch in Deutschland. Nicht Parlamentarier, sondern Fachbeamte und Konzernberater sitzen bei den Verhandlungen exklusiv am Tisch. Eine Teilhabe demokratisch legitimierter Akteure ist nicht vorgesehen.
Setzen sich die Unternehmen und ihre Lobbyisten durch, könnten Deutschland und Europa hinter gesetzte Standards zurückfallen: Grenzwerte für toxische Belastung könnten sinken, das Recht auf Privatsphäre eingeschränkt, die Errungenschaften des Arbeitsschutzes aufgeweicht und die Fortschritte der Klimapolitik zunichte gemacht werden. Staaten und Regierungen würden einen Großteil ihrer Souveränität verlieren, sodass Kritiker von einem „Staatsstreich in Zeitlupe“ sprechen. Sollte es in Einzelfällen zum Streit kommen, würden demokratisch nicht legitimierte Schiedsgerichte entscheiden.
Um den Konzernen leichteren Zugang zu den Märkten der Partnerländer zu verschaffen, zielt das Abkommen darauf ab, „transatlantische“ Standards zu definieren. Danach könnte es zum Beispiel erlaubt sein, in Deutschland Hähnchenfleisch zu verkaufen, das mit Chlor desinfiziert wurde. Auch könnte Schweinefleisch in den Handel kommen, das mit Wachstumshormonen produziert wurde. Zudem strebt die dem US-Präsidenten Barack Obama unterstellte Behörde für Außenhandel an, dass in der Freihandelszone das gelten soll, was auch in den USA gilt: dass gentechnisch veränderte Lebensmittel nicht gekennzeichnet werden müssen. Aber das könnte erst der Anfang sein. Noch sind nicht alle Details der Verhandlungen durchgesickert. Die 3sat Wissenschaftsdokumentation „Gefährliche Geheimnisse“ erkundet, welche Gefahren das transatlantisches Freihandelsabkommen birgt und wie es die Demokratie bedroht.

 

2.

„Die Zukunft pflanzen – Bio für neun Milliarden Menschen“

Weibhausen. Attac-Rupertiwinkel zeigt im Rahmen der Ökomodellregion Waginger See / Rupertiwinkel am Sonntag, 23. Nov. 2014 um 20 Uhr in der Gaststätte Alpenblick in Weibhausen eine Dokumentation von Marie-Monique Robin: Die Zukunft pflanzen – Bio für neun Milliarden Menschen. Der Eintritt ist frei.

Trotz allen wissenschaftlichen Fortschritts und einer vorherrschenden intensiven und industrialisierten Landwirtschaft ist es bis heute nicht gelungen, den Hunger auf der Welt zu besiegen. Noch immer leidet ein Sechstel der Erdbevölkerung unter Mangelernährung. Dabei wäre Nahrung für alle da, meint die Filmemacherin Marie-Monique Robin. Ihr Dokumentarfilm zeigt, dass eine ökologische Landwirtschaft, die umweltgerecht und ressourcenschonend arbeitet, ausreichend Nahrung für alle Menschen bereitstellen könnte.Ein Sechstel der Weltbevölkerung leidet gegenwärtig Hunger. Aber das ist kein unabwendbares Schicksal. Anhand von Beispielen aus Mexiko, Japan, Malawi, Kenia, Senegal, den USA und mehreren europäischen Ländern veranschaulicht Filmemacherin Marie-Monique Robin, dass radikales Umdenken gefordert ist und dass die Lebensmittelkette anders verwaltet und organisiert werden muss – und kann, um dem Hunger in der Welt Abhilfe zu schaffen. Mittlerweile beweisen weltweit aktive Initiativen, dass ökologische Landwirtschaft, die umweltgerecht und ressourcenschonend verfährt, nicht nur möglich, sondern auch ertragreicher ist als die industrielle Produktion von Nahrungsmitteln. Voraussetzung dafür ist allerdings auch, dass den Bauern – und nicht nur den Großproduzenten unter ihnen – wieder eine Schlüsselrolle in der für die Zukunft der Menschheit unabdingbaren Entwicklung zugebilligt wird.
Ist die weltweite Hungersnot vermeidbar?
Davon ist die Filmemacherin Marie-Monique Robin überzeugt und zeigt anhand von Beispielen aus aller Welt, dass durch eine Umstrukturierung der Lebensmittelkette, ökologische Landwirtschaft und eine neue Rolle der Bauern der Lebensmittelkrise entgegengewirkt werden kann.
Lässt sich die Weltbevölkerung dauerhaft und gesund ernähren?
Der Dokumentarfilm des ARTE-Themenabends „Bio für neun Milliarden“ beantwortet diese Frage mit einem klaren Ja! Die Filmemacherin Marie-Monique Robin ist davon überzeugt, dass das Sechstel der Weltbevölkerung, das heute noch Hunger leidet, durchaus satt werden könnte, wenn mit ökologischen und ressourcenschonenden Anbaumethoden der richtige Weg eingeschlagen würde. Sie lässt Agrarökonomen, Wirtschaftswissenschaftler und Vertreter internationaler Hilfsorganisationen zu Wort kommen, die sie bei ihren umfangreichen Recherchen auf vier Kontinenten befragt hat.